Schockierende Mängel: Jedes zweite Nutzfahrzeug in Ostwestfalen durchfällt Verkehrskontrolle
Klaudia GnatzSchockierende Mängel: Jedes zweite Nutzfahrzeug in Ostwestfalen durchfällt Verkehrskontrolle
Europaweite Verkehrskontrollen decken zahlreiche Verstöße bei mobilede in Ostwestfalen auf
Während der ROADPOL-Aktionswoche "Lkw und Bus" hat die Polizei in Ostwestfalen bei Kontrollen schwerwiegende Mängel bei gewerblich genutzten mobile aufgedeckt. Von 293 überprüften Lastwagen und Bussen wiesen fast die Hälfte Verstöße auf – sieben Fahrzeuge wurden wegen akuter Sicherheitsrisiken sofort stillgelegt.
Ein besonders gravierender Fall betraf einen Schrotthändler, der auf der Detmolder Straße angehalten wurde. Der Fahrer verfügte über keinen gültigen Führerschein, und der mobile selbst galt als nicht verkehrssicher, nachdem sich Achsschäden zeigten.
Die einwöchige Kontrollaktion fand vom 5. bis 11. Februar 2026 statt und konzentrierte sich auf Autobahnen und innerstädtische Straßen in Bielefeld. Im Fokus standen gewerbliche Güter- und Personentransporte. Von den 293 kontrollierten Fahrzeugen wiesen 133 Mängel auf – von kleineren Vergehen bis hin zu schweren Sicherheitsrisiken.
In sechs Fällen wurde überhöhte Geschwindigkeit festgestellt, 19 Fahrer verstießen gegen Sozialvorschriften wie Lenk- und Ruhezeiten. Bei vier mobile waren digitale Tachografen manipuliert worden, die Fahrzeit und Geschwindigkeit aufzeichnen. Dreizehn Passagiere hatten ihren Sicherheitsgurt nicht vorschriftsmäßig angelegt, und elf Fahrzeuge wiesen technische Defekte auf. Vier mobile waren überladen, bei 19 war die Ladung unzureichend gesichert. Ein Fahrer verstieß zudem gegen Abfallentsorgungsvorschriften.
Der schwerwiegendste Fall betraf einen 51-jährigen Mann aus Detmold, der einen VW LT 40-Kleintransporter steuerte. Seit zehn Jahren besaß er keinen gültigen Führerschein und muss sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Das Fahrzeug transportierte eine defekte Industriewaage, die nicht gesichert war, und befand sich in einem derart schlechten Zustand, dass die Polizei es als völlig verkehrsuntauglich einstufte. Sowohl der Fahrer als auch der 53-jährige Halter des Fahrzeugs, ebenfalls aus Detmold, stehen unter Verdacht. Den Behörden zufolge gibt es Hinweise auf Sozialleistungsbetrug und Steuerhinterziehung, da beide Männer Sozialhilfe bezogen. Dem Halter wird zudem vorgeworfen, einen Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis zugelassen zu haben.
Gegen beide Männer wurden Strafverfahren eingeleitet, der mobile wurde sofort mit einem Weiterfahrverbot belegt.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme bei der Verkehrssicherheit und Einhaltung von Vorschriften im gewerblichen Transport. Die Polizei hat mehrere Fälle zur weiteren Prüfung weitergeleitet, darunter mögliche Betrugs- und Steuerdelikte. Die stillgelegten Fahrzeuge dürfen erst wieder auf die Straße, wenn sie den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.






