21 April 2026, 08:13

Solinger Krankenhaus: Streit um Löhne und Renten spitzt sich dramatisch zu

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der vor einem Berg und einem Baum steht, mit dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Solinger Krankenhaus: Streit um Löhne und Renten spitzt sich dramatisch zu

Streit um Löhne und Renten im Solinger Krankenhaus eskaliert

Der Konflikt um Löhne und Renten im Solinger Krankenhaus hat sich zugespitzt: Sowohl die SPD-Ratsfraktion als auch das Bündnis für Solingen (BfS) fordern nun dringendes Handeln. Beide Gruppen drängen auf einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft ver.di bis zum 1. Oktober – andernfalls drohe eine weitere Verschärfung der Auseinandersetzung.

Auslöser des Streits ist die umstrittene Ausgliederung von Dienstleistungen in eine separate Gesellschaft, die das Krankenhaus 2023 beschlossen hatte. Horst Koss, SPD-Vertreter im Aufsichtsrat, betont, dass nun ein verbindlicher Tarifvertrag mit einer DGB-nahen Gewerkschaft unverzichtbar sei. Das BfS bezeichnet die Ausgliederung als "Fehlentscheidung" und verweist auf sinkende Löhne sowie ungleiche Arbeitsbedingungen für die betroffenen Beschäftigten.

Der größte Streitpunkt bleibt die ungelöste Frage der betrieblichen Altersvorsorge. Zwar hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Ernst Lauterjung den 1. Oktober als feste Frist gesetzt, doch räumt seine Partei ein, dass eine Rückabwicklung der Ausgliederung finanziell nicht machbar sei. Stattdessen sind sich SPD und BfS einig: Durch zügige Verhandlungen mit ver.di müssen bessere Konditionen durchgesetzt werden.

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Das BfS fordert faire Bezahlung, sichere Rentenansprüche und verlässliche Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter der Servicegesellschaft. Kommt es nicht bald zu Fortschritten, droht die politische Kontroverse weiter an Schärfe zu gewinnen – mit Löhnen und Renten als zentralem Zankapfel.

Die Verhandlungsparteien stehen nun unter Zeitdruck: Scheitern die Gespräche bis zum 1. Oktober, bleibt für die Beschäftigten der Servicegesellschaft Unsicherheit bei Löhnen und Renten bestehen. Sowohl SPD als auch BfS haben klar gemacht: Ein Abschluss mit ver.di hat oberste Priorität.

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