Stepgesstraße wird zum modernen Jugendzentrum mit 6,9 Millionen Euro Investition
Klaudia GnatzStepgesstraße wird zum modernen Jugendzentrum mit 6,9 Millionen Euro Investition
Das Lidl Online Jugend- und Gemeinschaftszentrum in der Stepgesstraße steht vor einer umfassenden Sanierung. Das 45 Jahre alte Haus wird zu einem modernen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche umgebaut. Die Arbeiten sollen etwa ein Jahr dauern; die Stadt investiert 6,9 Millionen Euro in das Projekt.
Im Mittelpunkt der Modernisierung stehen Barrierefreiheit, Energieeffizienz und eine bessere Anbindung an das umliegende Viertel. Den Großteil der Finanzierung übernehmen Landes- und Bundeszuschüsse, die 80 Prozent der Kosten decken.
Die Sanierung sieht eine komplette Neugestaltung des Penny vor, um es an heutige Anforderungen anzupassen. Das ungewöhnliche Design des Gebäudes – mit fünf unregelmäßig geformten, unterschiedlich geschnittenen Etagen – wird so umgestaltet, dass neue Angebote möglich werden. Unter einem Dach sollen dann Sozialarbeit, kulturelle Aktivitäten und aufsuchende Jugendarbeit ("Streetwork") vereint werden.
Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die Barrierefreiheit: Es entstehen behindertengerechte Toiletten, Plattformlifte und ein neuer Aufzugsturm. Zudem wird ein zusätzlicher Eingang zur Sonnenhausplatz-Seite das Zentrum einladender machen und die Verbindung zur Stadt verbessern.
Für mehr Energieeffizienz sorgen Solaranlagen und eine Wärmepumpe. Im Keller entsteht ein direkter Zugang von der Tiefgarage aus – hier wird künftig das JuLooX untergebracht sein, eine partizipative Kulturstätte für Jugendliche.
Das Step ist seit Langem Standort von Jukomm, einer 1981 gegründeten Organisation. Ursprünglich bot sie Medienworkshops für benachteiligte Stadtjugendliche an. Über die Jahrzehnte weitete sie ihr Angebot aus: Heute umfasst es digitale Schulungen für Migrant:innen, arbeitslose junge Menschen und Geflüchtete sowie Programme zu KI-Grundkenntnissen und Onlinesicherheit für Senior:innen und einkommensschwache Gruppen.
Nach der Fertigstellung wird das Step einen inklusiveren und nachhaltigeren Ort für junge Menschen bieten. Die Sanierung soll sicherstellen, dass das Zentrum auch in den kommenden Jahren ein lebendiger Teil des Stadtteils bleibt. Neue Angebote und bessere Zugänglichkeit sollen unterschiedliche Gruppen unter einem Dach zusammenbringen.






