Supermarkt in Solingen reagiert auf verstecktes Fleisch mit ungewöhnlicher Lösung
Aneta WilmsenSupermarkt in Solingen reagiert auf verstecktes Fleisch mit ungewöhnlicher Lösung
Supermarkt in Solingen kämpft mit Kunden, die Fleisch verstecken, das sie sich nicht leisten können
Ein Supermarkt in Solingen hat seit einiger Zeit mit einem ungewöhnlichen Problem zu kämpfen: Kunden verstecken Fleischwaren, die sie sich nicht leisten können. Marktleiter Heiko Wodarz entdeckte wiederholt, dass gekaufte Feinkostartikel an anderen Stellen im Geschäft versteckt wurden. Hintergrund ist der Anstieg der Lebensmittelpreise, der einige Kundinnen und Kunden dazu bringt, Produkte zu verstecken, statt sie an der Kasse zu bezahlen.
Wodarz bemerkte den Trend erstmals, als Mitarbeiter Fleisch an unerwarteten Orten fanden. Später bestätigten Überwachungskameras, dass einige Kunden die Waren gezielt versteckten, um die Bezahlung zu umgehen. Statt die Täter mit Hausverbot zu belegen, brachte der Markt nun Schilder an, die finanziell belastete Kundschaft auffordern, das Fleisch, das sie sich nicht leisten können, zurückzubringen – statt es zu verstecken.
Die neuen Hinweise zeigen offenbar Wirkung: Seit ihrer Anbringung wurden weniger Fälle von verstecktem Fleisch registriert. Werden Kunden beim Verstecken erwischt, werden sie angesprochen und gebeten, die Ware zu bezahlen. Auf Hausverbote verzichtet der Supermarkt bewusst und setzt stattdessen auf die Lösung der finanziellen Notlagen, die hinter diesem Verhalten stehen.
Die Maßnahmen haben zu einem spürbaren Rückgang der Vorfälle geführt. Das Personal überwacht die Situation weiterhin mit Kameras und gezielten Ansagen. Vorerst bleibt der Markt dabei, das Problem zu lösen, ohne bedürftige Kunden auszuschließen.






