Technische Panne verzögert Dortmunds hybride Mitgliederversammlung um eine Stunde
Branko TlustekTechnische Probleme: Verzögerter Beginn der BVB-Jahreshauptversammlung - Technische Panne verzögert Dortmunds hybride Mitgliederversammlung um eine Stunde
Borussia Dortmunds Jahresversammlung erlebte am Sonntag eine unerwartete Panne. Technische Probleme verzögerten den Beginn um eine Stunde – statt wie geplant um 11:00 Uhr startete die Veranstaltung erst um 12:00 Uhr. Für den Verein war das Treffen zudem ein Novum: Erstmals setzte Borussia Dortmund auf ein hybrides Format, das allen 230.000 Mitgliedern ermöglichte, digital von zu Hause oder vor Ort abzustimmen.
Eigentlich sollte die Versammlung pünktlich um 11:00 Uhr im Signal Iduna Park, dem Stadion des Clubs, beginnen. Doch ungelöste technische Schwierigkeiten zwangen die Organisatoren, den Start auf Mittag zu verschieben. Trotz der Verzögerung funktionierte das neue hybride System – eine Premiere für den Borussia Dortmund –, das es den Mitgliedern erstmals ermöglichte, remote teilzunehmen.
Die Versammlung stand zudem im Zeichen eines Führungswechsels: Hans-Joachim Watzke, der langjährige Vorstandsvorsitzende der BVB-Geschäftsführung, sollte sein Amt offiziell niederlegen. Sein Wechsel in das Präsidentenamt war für die formelle Bestätigung während der Mitgliederversammlung vorgesehen.
Während Borussia Dortmund mit der digitalen Abstimmungslösung Neuland betrat, gibt es keine öffentlichen Hinweise darauf, dass andere Bundesliga-Vereine ein ähnliches System nutzen. Stand Anfang 2026 setzen Clubs wie der FC Bayern München, RB Leipzig oder Bayer 04 Leverkusen weiterhin auf eigene, maßgeschneiderte Plattformen für ihre Hauptversammlungen – ein technologieübergreifender Austausch zwischen den Vereinen ist nicht erkennbar.
Nach der Verzögerung kam die Versammlung schließlich in Gang, und die Mitglieder stimmten über das neue digitale System ab. Watzkes Wechsel ins Präsidentenamt sollte dort formal beschlossen werden und markiert damit das Ende seiner Amtszeit als Vorstandsvorsitzender. Borussia Dortmunds hybrides Modell bleibt bisher einzigartig in der Liga – es gibt keine Anzeichen, dass Konkurrenten die Methode getestet oder übernommen hätten.






