Teilzeitarbeit in NRW erreicht Rekord: Jeder Dritte arbeitet kürzer – Männer holen auf
Klaudia GnatzFast ein Drittel der Arbeitnehmer arbeitete 2025 in Teilzeit - Teilzeitarbeit in NRW erreicht Rekord: Jeder Dritte arbeitet kürzer – Männer holen auf
Teilzeitarbeit in Nordrhein-Westfalen stark gestiegen – fast jeder dritte Beschäftigte arbeitet in reduzierten Stundenmodellen
In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Teilzeitarbeit deutlich zugenommen: Fast jeder dritte Arbeitnehmer ist mittlerweile in einem reduzierten Stundenumfang beschäftigt. Aktuelle Zahlen zeigen dabei einen klaren Geschlechterunterschied: Während die Hälfte der berufstätigen Frauen in Teilzeit arbeitet, ist es bei den Männern nur jeder Siebte. Besonders bei männlichen Beschäftigten hat sich dieser Trend seit 2015 beschleunigt.
Stand 30. Juni 2025 waren in NRW 7,3 Millionen Menschen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Davon arbeiteten 30,4 Prozent in Teilzeit – ein kontinuierlicher Anstieg über das letzte Jahrzehnt hinweg. Besonders markant ist die Entwicklung bei Männern: Ihre Zahl in Teilzeitbeschäftigung stieg seit 2015 um über 63 Prozent.
Regionale Unterschiede prägen das Land Die Teilzeitquoten variieren innerhalb NRWs deutlich. So verzeichnete Sonsbeck im Kreis Wesel im vergangenen Jahr mit über 51 Prozent den höchsten Teilzeitanteil. Die niedrigsten Werte wiesen dagegen Rheda-Wiedenbrück (15,6 Prozent) und Verl (15,8 Prozent) auf.
Geschlechterkluft bleibt bestehen Die Daten unterstreichen die anhaltende Diskrepanz zwischen den Geschlechtern: Während jede zweite erwerbstätige Frau in Teilzeit arbeitet, ist dies bei Männern deutlich seltener der Fall. Der Wandel spiegelt tiefgreifende Veränderungen in den Arbeitsgewohnheiten wider, auch wenn die Gründe für den Anstieg in den aktuellen Berichten nicht näher beleuchtet werden.
Die jüngsten Zahlen bestätigen, dass Teilzeitarbeit ein prägendes Merkmal des Arbeitsmarktes in NRW geworden ist. Da immer mehr Männer reduzierte Stundenmodelle wählen, deutet der Trend auf veränderte Arbeitspräferenzen oder wirtschaftliche Zwänge hin. Die Gesamtquote liegt nun bei 30,4 Prozent – ein Faktor, der die Beschäftigungsstrukturen von Millionen Arbeitnehmern prägt.






