Thyssenkrupp lotet Teilverkauf der profitablen Rothe-Erde-Sparte aus
Klaudia GnatzThyssenkrupp lotet Teilverkauf der profitablen Rothe-Erde-Sparte aus
Thyssenkrupp prüft Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an Rothe Erde
Der deutsche Industriekonzern Thyssenkrupp erwägt den Verkauf eines Minderheitsanteils an seiner Wälzlager-Sparte Rothe Erde. Wie berichtet wird, hat das Unternehmen damit begonnen, Angebote für etwa 30 Prozent der Einheit zu prüfen. Analysten zufolge könnte dieser Schritt dringend benötigtes Kapital beschaffen, während die Kontrolle über ein profitables Asset erhalten bleibt.
Rothe Erde, eine zentrale Sparte innerhalb von Thyssenkrupp, ist auf Wälzlager spezialisiert und gilt seit Langem als besonders leistungsstark. Das Unternehmen bezeichnet die Einheit als wertvollen und ertragreichen Teil des Geschäfts. Ein teilweiser Verkauf statt eines vollständigen Ausstiegs würde es Thyssenkrupp ermöglichen, Mittel freizusetzen, ohne die Aufsicht über die Sparte zu verlieren.
Der mögliche Deal könnte Rothe Erde mit rund 1,5 Milliarden Euro (etwa 1,8 Milliarden Dollar) bewerten. Diese Summe unterstreicht die Attraktivität der Sparte für Investoren sowie ihre Bedeutung innerhalb des Konzerns. Thyssenkrupp betont, man bleibe allen Optionen gegenüber offen und werde jedes Angebot sorgfältig prüfen.
Stand Januar 2026 ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Das Unternehmen wägt weiterhin die Vorteile eines Anteilsverkaufs gegen den Erhalt der vollen Eigentümerschaft ab. Eine Einigung hinge voraussichtlich davon ab, ob die Konditionen mit der langfristigen Strategie von Thyssenkrupp vereinbar sind.
Ein Minderheitsverkauf von Rothe Erde könnte dem Konzern frisches Kapital für Investitionen in andere Bereiche verschaffen. Die Profitabilität und hohe Bewertung der Sparte machen sie für Investoren besonders attraktiv. Die nächsten Schritte des Unternehmens hängen von den Ergebnissen der laufenden Bewertungen ab.






