Thyssenkrupp setzt auf Ökostrom: Vier Langzeitverträge für grüne Stahlproduktion unterzeichnet
Klaudia GnatzThyssenkrupp setzt auf Ökostrom: Vier Langzeitverträge für grüne Stahlproduktion unterzeichnet
Thyssenkrupp schließt vier neue Langzeitverträge für Ökostrom ab
Thyssenkrupp hat vier neue langfristige Verträge unterzeichnet, um seine Stahlproduktionsstandorte mit grüner Energie zu versorgen. Die Vereinbarungen sichern jährlich rund 230 Gigawattstunden erneuerbare Energie und sparen so mehr als 70.000 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr ein. Der Schritt ist Teil der Unternehmensstrategie, den Einsatz nachhaltiger Energie in allen Betriebsbereichen auszubauen.
Die neuen Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) wurden im Februar 2026 mit Quadra Energy, Statkraft, Centrica Energy und Sunnic Lighthouse geschlossen. Sie beliefern drei zentrale Tochtergesellschaften mit Ökostrom: thyssenkrupp Rasselstein in Andernach, thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen und thyssenkrupp Precision Steel in Hagen-Hohenlimburg. Jeder Standort wird künftig mindestens 30 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken.
Am Standort Hohenlimburg bezieht thyssenkrupp Precision Steel seit Sommer 2024 Strom über ein Direktbelieferungsmodell. Ein benachbarter Windpark speist die Energie über ein drei Kilometer langes Kabel direkt ins Werksnetz ein – ohne Umweg über das öffentliche Stromnetz. Diese Lösung garantiert eine stabile Versorgung mit grüner Energie.
Die Umstellung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Thyssenkrupp Steel sich auf einen höheren Strombedarf im Rahmen der Umstellung auf grüne Stahlproduktion vorbereitet. Eine geplante Direktreduktionsanlage, die auch mit Wasserstoff betrieben werden kann, wird deutlich mehr Energie benötigen. Langfristige Ökostrom-Verträge sind daher ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Durch die neuen Verträge werden jährlich über 70.000 Tonnen CO₂ eingespart – allein thyssenkrupp Rasselstein rechnet mit einer Reduktion von mehr als 50.000 Tonnen pro Jahr. Die gesicherten 230 GWh Ökostrom reichen aus, um etwa 70.000 Haushalte zu versorgen.
Die vier PPAs markieren einen wichtigen Schritt in Thyssenkrupps Bestrebungen, die Stahlproduktion nachhaltiger zu gestalten. Mit drei Werken, die nun mindestens 30 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen beziehen, senkt das Unternehmen sowohl seine Emissionen als auch die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen. Gleichzeitig schaffen die Verträge die Grundlage für künftige Erweiterungen, darunter die Einführung wasserstoffbasierter Stahlherstellungstechnologien.






