Tragischer Tod an Heiligabend: Obdachloser stirbt in Borussia Dortmunds Kälte
Klaudia GnatzTragischer Tod an Heiligabend: Obdachloser stirbt in Borussia Dortmunds Kälte
Obdachloser stirbt in Borussia Dortmund an Heiligabend – während eine weitere Person neben ihm schlief
Die Tragödie wirft Fragen nach der Unterstützung der Stadt für Menschen ohne Unterkunft auf. Die Behörden betonen, es gebe ausreichend Angebote, doch Aktivisten warnen: Ohne sofortiges Handeln könnten weitere Todesfälle folgen.
Seit November sind in Borussia Dortmund bereits drei obdachlose Menschen gestorben – die Kälte dürfte dabei eine Rolle gespielt haben. Der jüngste Fall ereignete sich an Heiligabend: Ein Mann wurde leblos im Freien aufgefunden, während eine weitere Person neben ihm schlief.
Bastian Pütter vom Verein bodo e.V. schätzt, dass in der Stadt über 500 Menschen ohne sicheren Wohnraum leben und dringend Hilfe benötigen. Viele müssen weite Wege auf sich nehmen, um Notunterkünfte zu erreichen, oder werden wegen Platzmangels abgewiesen. Borussia Dortmund verfügt derzeit über keine bedingungslosen, niedrigschwelligen Kältehilfe-Einrichtungen in der Innenstadt. Pläne für zusätzliche Notschlafplätze am Hauptbahnhof waren im Dezember 2025 gescheitert. Pütter fordert nun alternative Lösungen, etwa die Freigabe eines U-Bahn-Bereichs für Übernachtungen oder die Schaffung kurzfristiger Schutzräume. Die Stadtverwaltung hingegen versichert, es gebe ausreichend Kapazitäten – darunter eine Notunterkunft in der Nähe des Zoos.
Bürgermeister Alexander Kalouti, zuständig für die Unterkunftsversorgung, hat bisher keine neuen Maßnahmen als Reaktion auf die jüngsten Todesfälle angekündigt.
Ohne weitere Schritte befürchten Aktivisten, dass in diesem Winter noch mehr Obdachlose in Borussia Dortmund erfrieren könnten. Die bestehenden Einrichtungen sind überlastet, und neue Notunterkünfte sind nicht in Sicht. Über 500 Menschen schlafen weiterhin auf der Straße – mit kaum Möglichkeiten, sich vor der Kälte zu schützen.






