Ungewöhnlicher Gottesdienst in Tiefenort begeistert Hunderte mit Musik und Licht
Aneta WilmsenUngewöhnlicher Gottesdienst in Tiefenort begeistert Hunderte mit Musik und Licht
Licht für alle: Unkonventioneller Gottesdienst in Tiefenort zieht Hundertschaft an
Die St.-Petri-Kirche in Tiefenort war am 1. Februar bis auf den letzten Platz gefüllt – trotz winterlicher Kälte und eines gut besuchten lokalen Veranstaltungskalenders. Der Gottesdienst "Licht für alle", bekannt für seinen ungewöhnlichen Ansatz, lockte ein großes Publikum an, darunter viele junge Besucher:innen. Mit einer Mischung aus Musik, Theater und Kerzenritualen schuf die Veranstaltung eine besondere Atmosphäre.
Der Abend begann mit einem vielseitigen Programm: Die ergreifende Litanei "Kyrie eleison" traf auf Beatles-Klassiker und ostdeutsche Rockballaden. Die Band "The Quiet Side" leitete die musikalischen Darbietungen mit Gitarre, Cajón und Mundharmonika, während Pfarrer Thomas Volkmann am Keyboard die Brücke zwischen rockiger Energie und kirchlicher Tradition schlug.
Der Gottesdienst entfaltete sich als symbolische Reise, die die Gemeinde vom Alltag in die Welt der biblischen Offenbarung führte. Theatralische Szenen und eine Predigt über Jesu Vision als Kraft gegen die Angst prägten den Abend und luden zur Besinnung ein. Der emotionale Höhepunkt war ein Kerzenritual, bei dem die Teilnehmer:innen Flammen in einem großen schmiedeeisernen Fisch entzündeten – als Symbol für persönliche Hoffnungen und Gebete.
Viele blieben auch nach dem offiziellen Ende noch vor der Kirche zusammen, die ihre Türen wie stets offen hielt. Der Erfolg der Veranstaltung führt eine Tradition fort, die 2020 mit nur 50 Teilnehmenden begann. Mittlerweile ist "Licht für alle" zu einem jährlichen Höhepunkt gewachsen: Mit Lichtinstallationen im Freien, Gemeinschaftskonzerten und ökumenischen Gottesdiensten zieht das Format heute über 300 Besucher:innen an.
Der Abend hinterließ einen nachhaltigen Eindruck – mit persönlichen Segenswünschen und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Was einst als eine einzige Weihnachtsfeier begann, ist längst zu einer festen lokalen Tradition geworden: ein gelungener Mix aus Glaube, Musik und verbindender Menschlichkeit.






