VfL Bochum trifft im Topspiel auf Dynamo Dresden – Rösler kehrt zurück
Klaudia GnatzBochum: Rösler erwartet ein 'Jagd-verfolgungsspiel' gegen Dresden - VfL Bochum trifft im Topspiel auf Dynamo Dresden – Rösler kehrt zurück
VfL Bochum reist am Freitag zum Spitzen-duell der 2. Bundesliga gegen Dynamo Dresden
Am Freitagabend (18:30 Uhr MEZ, live bei Sky) trifft der VfL Bochum in einem entscheidenden Zweitliga-Spiel auf Dynamo Dresden. Für Uwe Rösler, der in den 1990er-Jahren selbst für die Sachsen auflief, ist es eine besondere Rückkehr. Beide Mannschaften gehen mit Schwung, aber auch personellen Lücken in die Partie.
Unter Trainer Rösler hat der VfL Bochum seit seiner Verpflichtung Anfang Oktober eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen: Vom 17. auf den 13. Tabellenplatz geklettert, holten die Bochumer in den letzten vier Ligaspielen zehn Punkte. Zudem blieb die Defensive über 270 Minuten ohne Gegentor – inklusive eines 1:0-Erfolgs im DFB-Pokal gegen den FC Augsburg. Ein Sieg am Freitag könnte die Mannschaft vorübergehend auf Platz zehn katapultieren.
Dynamo Dresden liegt mit 29 Punkten aus 27 Spielen auf Rang 12, knapp über den Abstiegsrängen. Der jüngste 6:0-Kantersieg gegen SC Preußen Münster – der höchste Zweitliga-Erfolg der Vereinsgeschichte – gab der Mannschaft trotz des engen Abstiegskampfs neuen Auftrieb. Eintracht Braunschweig, Greuther Fürth, Arminia Bielefeld und Holstein Kiel folgen mit nur zwei Punkten Rückstand.
Rösler warnte vor einem "Katz-und-Maus-Spiel" gegen seinen Ex-Klub, der im direkten Vergleich eine leicht bessere Tordifferenz (-1 gegenüber -15 oder schlechter bei den Verfolgern) vorweisen kann. Die Bochumer müssen jedoch auf Mittelfeldspieler Matus Bero verzichten, der sich in einem WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland einen Fußbruch zuzog. Zudem fehlen mit Verteidiger Leandro Morgalla (gesperrt) und Routinier Kevin Vogt (nach Knie-OP) zwei weitere Leistungsträger.
Für Rösler, der einen Teil seiner Spielerlaufbahn in Dresden verbrachte, hat die Partie eine besondere Bedeutung. Seine taktischen Umstellungen haben die Bochumer Abwehr stabilisiert, doch Dresdens Offensive – mit 45 Saisontoren eine der gefährlichsten der Liga – stellt eine neue Herausforderung dar.
Das Ergebnis könnte die Tabellenmitte durcheinanderwirbeln: Während Bochum Platz zehn anpeilt, will Dresden den Abstand zur Abstiegszone vergrößern. Beide Teams werden auf ihre Kadertiefe angewiesen sein, um die Ausfälle zu kompensieren. Am Ende könnte entscheiden, welche Mannschaft die von Rösler angekündigte taktische Schlacht besser meistert.






