Vion schließt Rindfleischwerk in Hilden – 160 Jobs bis 2026 bedroht
Aneta WilmsenVion schließt Rindfleischwerk in Hilden – 160 Jobs bis 2026 bedroht
Vion kündigt Schließung seines Rindfleischwerks in Hilden bis Februar 2026 an
Der Fleischkonzern Vion wird sein Rindfleischverarbeitungswerk in Hilden bis zum 28. Februar 2026 schließen. Die Entscheidung folgt auf einen gescheiterten Verkaufsversuch und ist Teil einer umfassenderen Strategie, sich vollständig vom deutschen Markt zurückzuziehen. Von der Schließung betroffen sind rund 160 Mitarbeiter.
Bereits im Juni 2024 hatte Vion angekündigt, sich aus Deutschland zurückzuziehen und sich stattdessen auf die Benelux-Länder zu konzentrieren. Das Unternehmen wollte seine deutschen Standorte verkaufen, darunter Rindfleischverarbeitungsbetriebe in Buchloe, Crailsheim, Waldkraiburg und Hilden. Im September 2024 einigte man sich mit der Premium Food Group (PFG) auf eine Übernahme dieser Werke.
Doch das Bundeskartellamt blockierte den Deal mit der Begründung, PFG verfüge bereits über eine marktbeherrschende Stellung im Rindfleischsektor. Nach dem Scheitern der Übernahme bemüht sich Vion nun erneut um Käufer für seine deutschen Standorte. Sollte sich kein Interessent finden, wird das Unternehmen die Werke schließen.
Das Werk in Hilden, das einst bis zu 1.000 Tonnen Rindfleisch pro Woche verarbeitete, kommt derzeit nur noch auf 350 bis 400 Tonnen. Vion führt den Rückgang auf anhaltende strukturelle Veränderungen im Markt zurück. Derzeit laufen Gespräche mit dem Betriebsrat, um einen Sozialplan und die Konditionen für die betroffene Belegschaft zu vereinbaren.
Die Schließung des Standorts Hilden markiert einen entscheidenden Schritt im Rückzug Vions aus Deutschland. Das Unternehmen plant keine weiteren operativen Aktivitäten im Land und strebt einen geordneten Ausstieg an. Die weiteren Schritte für die 160 von Entlassungen bedrohten Mitarbeiter werden in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern festgelegt.






