24 January 2026, 16:23

Viraler Cannabis-Spot mit Söder-Parodie spaltet die Debatte um Legalisierung

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Cannabis-Pflanze mit den Worten 'Cannabis Sativa' darunter.

Viraler Cannabis-Spot mit Söder-Parodie spaltet die Debatte um Legalisierung

Eine umstrittene neue Werbung, in der eine stilisierte Version des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder zu sehen ist, geht derzeit viral. Der Clip, der für die Legalisierung von Cannabis wirbt, hat auf YouTube in nur einem Monat bereits über 1,7 Millionen Aufrufe verzeichnet. Der echte Söder, ein vehementer Gegner der geplanten Regelung, betonte wiederholt, dass "Bayern kein Paradies für Kiffer" werden solle.

Hinter der Anzeige steht Dr. Ansay, ein Online-Portal, das medizinische Cannabis-Bescheinigungen anbietet. Betrieben wird die Plattform vom Hamburger Unternehmer Can Ansay. Nutzer können dort über einen vorab ausgefüllten Fragebogen Rezepte erhalten – ganz ohne direkte Arztkonsultation. Der Werbespot selbst vermeidet das Wort "Cannabis" komplett und verweist in einem Hinweis darauf, dass es sich um fiktive Inhalte handle.

Das Cannabisgesetz, das den begrenzten Eigenanbau und Besitz erlaubt, wird derzeit überprüft. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Regelung kaum Auswirkungen auf den Konsum oder den Schwarzmarkt hatte. Währenddessen hatten CSU und CDU versucht, die Entkriminalisierung rückgängig zu machen, scheiterten jedoch am Widerstand der SPD in den Koalitionsverhandlungen. Offizielle Details zur Produktion des Spots gibt es nicht, doch er reiht sich ein in eine Serie von Kritik an Söders Haltung. Bereits die Grüne Jugend hatte ein Instagram-Video veröffentlicht, in dem sein Bild mit einem Rap-Song kombiniert wurde, der seine Ablehnung der Cannabis-Reform verspottet.

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Die rasante Verbreitung des Clips unterstreicht die anhaltenden Debatten um die deutsche Cannabis-Politik. Da das Cannabisgesetz nun auf dem Prüfstand steht, wird seine Wirkung – oder deren Ausbleiben – die künftigen Diskussionen prägen. Bis dahin bleibt der Schwarzmarkt bestehen, und die politischen Gräben in der Legalisierungsfrage sind tief.