19 March 2026, 10:26

Weiße Kurvenmarkierungen sollen Motorradfahrer in NRW besser schützen

Autobahn mit fahrenden Fahrzeugen, ein geparktes Motorrad auf dem Seitenstreifen, Geländer, Strommasten mit Drähten, Bäume, Gebäude, Hügel und ein bewölkter Himmel im Hintergrund.

Weiße Kurvenmarkierungen sollen Motorradfahrer in NRW besser schützen

Deutschland erweitert eine Verkehrsicherheitsmaßnahme zum Schutz von Motorradfahrern auf gefährlichen Kurven. Weiße elliptische Markierungen, die Fahrer durch Kurven leiten sollen, haben sich bereits als wirksam erwiesen, um Unfälle zu reduzieren. Nun führt Nordrhein-Westfalen sie auf zwei weiteren besonders riskanten Strecken im Kreis Euskirchen ein.

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Die Idee hinter den Markierungen ist simpel: Sie helfen Motorradfahrern, in engen Kurven sicherere Geschwindigkeiten und bessere Linien zu halten. Österreich testete ähnliche Markierungen erstmals 2016 und brachte sie an acht unfällträchtigen Stellen auf beliebten Motorradrouten an. Das Ergebnis war deutlich – ein Rückgang der Unfälle mit Personenschäden um 42 Prozent.

Deutschlands eigener Versuch startete auf der Panoramastraße (L218) zwischen Vossenack und Schmidt. Über drei Jahre hinweg gab es auf diesem Abschnitt keine schweren Unfälle. Der Erfolg veranlasste nun weitere Schritte: Verkehrsminister Oliver Krischer kündigte die Ausweitung der Maßnahme an.

Um die Wirkung zu messen, wird die RWTH Aachen die neuen Projekte mit Wärmebildkameras und KI-gestützter Analyse begleiten. Allerdings gibt es keine zentrale Erfassung, wie viele Bundes- oder Landesstraßen in Deutschland bereits solche Markierungen nutzen. Die Daten liegen verstreut, da die Meldungen nicht standardisiert oder öffentlich zusammengestellt werden.

Die elliptischen Markierungen bieten eine praktische Lösung, um Motorradunfälle in gefährlichen Kurven zu verringern. Angesichts der früheren Erfolge in Österreich und der positiven Testphase in Deutschland verbreitet sich die Maßnahme nun weiter. Forscher werden die Auswirkungen weiterhin überwachen, doch landesweite Zahlen zur Einführung bleiben vorerst unklar.

Quelle