22 December 2025, 03:02

Wie läuft der Haushalt, was muss verbessert werden? Die Stadt Mönchengladbach im Fokus von gpaNRW

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Polen, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

Wie läuft der Haushalt, was muss verbessert werden? Die Stadt Mönchengladbach im Fokus von gpaNRW

Wie steht es um den Haushalt, was muss besser werden?Mönchengladbach im Prüflicht der gpaNRW

Als Teil der regelmäßigen Kommunalprüfungen in Nordrhein-Westfalen durch die Gemeinschaftsprüfungsanstalt NRW (gpaNRW) wurden die Prüfergebnisse und die analysierte Haushaltslage dem Stadtrat von Mönchengladbach vorgestellt.

Veröffentlichungsdatum: 20. Dezember 2025, 11:23 Uhr

Mönchengladbach hat in der Haushaltsführung Fortschritte erzielt, steht aber vor wachsenden Herausforderungen. Eine aktuelle Prüfung der gpaNRW lobt zwar die soliden Haushaltsabschlüsse der Stadt zwischen 2019 und 2023, warnt jedoch vor drohenden Defiziten durch steigende Kosten und schrumpfende Rücklagen. Die Verwaltung muss nun weitere Schritte unternehmen, um die langfristige Stabilität zu sichern.

In den Jahren 2019 bis 2023 verzeichnete Mönchengladbach durchgehend positive Jahresabschlüsse. Zudem hielt die Stadt die Investitionskredite stabil und baute Teile der Liquiditätskredite ab. Doch diese Erfolge könnten bald verpuffen.

Die gpaNRW-Prüfer sehen erhebliche Risiken am Horizont: Steigende Zins- und Personalkosten, eine stagnierende Wirtschaftslage sowie hohe Schuldenstände belasten die künftigen Haushalte. Bis 2028 dürften die Ausgleichsrücklagen aufgebraucht sein – dann ist die Stadt auf eigene Konsolidierungsanstrengungen angewiesen.

Als Reaktion hat die Verwaltung einen langfristigen Finanzverbesserungsplan erarbeitet. Zentrale Maßnahmen umfassen die Steigerung interner Einsparungen, die Straffung des Fördermittelmanagements durch klarere Prozesse sowie die Verankerung von Klimazielen in der Planung. Allein die angestrebte Treibhausgasneutralität bis 2045 würde eine Verdopplung der Ausgaben für kommunale Gebäude erfordern – eine enorme finanzielle Hürde.

Trotz Fortschritten in der IT-Steuerung bleiben Lücken: Die Stadt braucht strengere IT-Kontrollen und ein besseres Lizenzmanagement. Eine umfassende Risikostrategie mit detaillierter Krisenanalyse fehlt ebenfalls. Zwar sind Nachhaltigkeitsziele und Leistungsindikatoren im Haushalt verankert, ein übergreifender Nachhaltigkeitsplan steht jedoch noch aus.

Ein weiteres Problem sind ungenutzte Investitionsmittel. Mönchengladbach genehmigt zwar mehr Projekte als vergleichbare Städte, gibt aber nur etwa 30 Prozent des veranschlagten Investitionsbudgets aus. Zudem fehlen dem Öffentlichen Gesundheitsdienst nach wie vor klare strategische Ziele und Leistungsmessgrößen.

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Die finanzielle Zukunft Mönchengladbachs hängt davon ab, diese Schwachstellen zügig zu beheben. Ohne strengere Kostendämpfung, bessere Risikovorsorge und effizientere Mittelverwendung droht der Stadt ein dauerhaftes Defizit. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Konsolidierungsmaßnahmen ausreichen, um den wachsenden Druck abzufedern und stabile Finanzen zu sichern.