01 January 2026, 06:36

Wie Mehrfamilienhäuser Deutschlands Energiewende mit Mieterstrom beschleunigen könnten

Ein Gebäude mit elektrischen Lampen, Masten, Namensschildern und Topfpflanzen.

Wie Mehrfamilienhäuser Deutschlands Energiewende mit Mieterstrom beschleunigen könnten

Deutschlands Weg zu sauberer Energie könnte unerwarteten Schub erhalten – ausgerechnet durch Mehrfamilienhäuser. Eine neue Analyse zeigt: Solaranlagen auf Wohngebäuden könnten bis zu 60 Prozent ihres jährlichen Strombedarfs decken, Emissionen senken und gleichzeitig das Stromnetz entlasten.

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Die von Minol und Quartierkraft durchgeführte Studie ergibt, dass bis zu 20,4 Millionen Wohnungen in rund drei Millionen Gebäuden technisch mit Mieterstrommodellen versorgt werden könnten. Bei vollständiger Umsetzung entspräche dies einer zusätzlichen Solarleistung von bis zu 60 Gigawatt landesweit.

Mieterstrom – also vor Ort erzeugter Solarstrom, der direkt an die Bewohner geliefert wird – gilt als einer der schnellsten Wege, um die dezentrale Energieversorgung auszubauen. Spezialisierte Anbieter übernehmen bereits heute die täglichen Herausforderungen, von der Installation bis zum Betrieb. Dennoch stockt das Wachstum, denn es fehlen klare nationale Vorgaben für Messkonzepte, Kundensysteme und Betreiberpflichten. Die Studie betont zudem das Potenzial von Mehrfamilienhäusern als Knotenpunkte für die Sektorkopplung. Die Kombination von Dachsolaranlagen mit Wärmepumpen, Batteriespeichern und E-Ladestationen steigert die Effizienz und verringert die Belastung des Netzes. Standardisierte Regeln für solche Systeme könnten eine rasche Expansion ermöglichen – und die Energiewende damit schneller und kostengünstiger machen.

Mit dem richtigen Rahmen könnte Mieterstrom den Wohnsektor in Deutschland zu einem zentralen Treiber der Erneuerbaren machen. Klare technische Richtlinien und vereinfachte Abläufe würden Millionen Haushalten ermöglichen, sauberen Strom selbst zu erzeugen, zu speichern und zu teilen – und dabei Kosten wie Emissionen zu reduzieren.