Wiesbadener Kürbissuppenfest feiert Kunst, Suppe und skurrile Traditionen
Branko TlustekWiesbadener Kürbissuppenfest feiert Kunst, Suppe und skurrile Traditionen
Kleines, aber lebendiges Publikum beim Wiesbadener Kürbissuppenfest
Am Samstagmorgen versammelte sich in Wiesbaden eine kleine, aber lebhafte Gruppe zum jährlichen Kürbissuppenfest. Rund zwei Dutzend Besucher kamen zusammen, um Rezepte auszutauschen, kostenlos Suppe zu genießen und die berühmte Kürbisskulptur der Stadt zu feiern. Die Veranstaltung markierte zugleich einen Neuanfang für das Kunstwerk, das nach jahrelangen Bürgerwünschen nun einen Platz neben dem Wochenmarkt gefunden hat.
Im Mittelpunkt des Festes stand die markante Kürbisskulptur, die ursprünglich 2004 im Rahmen des Wiesbadener Kunstsommers entstand. Ihre Ranken winden sich durch Drahtgestelle und symbolisieren das Spannungsfeld zwischen wildem Wachstum der Natur und menschlicher Gestaltung. Im Laufe der Jahre inszenierten Künstler wie das Kollektiv "Die Kürbiskünstler" und die Soloperformerin Anna Meier interaktive Werke rund um die Skulptur, darunter Kürbistänze und Winterinstallationen in den Spielzeiten 2023/2024 und 2024/2025.
In diesem Jahr stand das Fest unter dem Motto "Geben und Nehmen". Die Gäste tauschten Rezepte aus – von süßen Hokkaido-Kürbissen bis zu riesigen Zuchtformen. Wer eine Schüssel der gespendeten Suppe erhalten wollte, musste die "Ode an den Kürbis" singen, eine skurrile Tradition, die für ausgelassene Stimmung sorgte. Die Skulptur selbst, einst auf dem Dern'schen Gelände aufgestellt, wurde nach wiederholten Bürgeranfragen in die Nähe des Marktes verlegt.
Das Fest zog Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Herkunft an und verband so verschiedene Geschmäcker und Bräuche. Die Organisatoren bezeichneten es als ein echtes Wiesbadener Highlight, bei dem Kunst, kulinarischer Genuss und Gemeinschaft an einem Ort zusammenkommen.
Das Kürbissuppenfest hat der Skulptur eine neue Rolle als sozialer Treffpunkt verliehen. Ihr neuer Standort am Markt sorgt für bessere Erreichbarkeit bei künftigen Veranstaltungen. Gleichzeitig halten die Mischung aus Aufführungen, gemeinsamen Mahlzeiten und generationenübergreifendem Austausch die Tradition für ein weiteres Jahr lebendig.






