Willich gedenkt der Opfer der Novemberpogrome 1938 mit bewegender Zeremonie
Aneta WilmsenWillich gedenkt der Opfer der Novemberpogrome 1938 mit bewegender Zeremonie
In Willich fand eine feierliche Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome 1938 statt. Die Zeremonie erinnerte an die Opfer der gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen damals über 1.400 Synagogen in Deutschland und den annektierten Gebieten zerstört wurden. Rednerinnen, Redner und Schülerinnen kamen zusammen, um der Vergangenheit zu gedenken und die Verantwortung für die Gegenwart zu bekräftigen.
Die Veranstaltung begann mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal, gefolgt von musikalischen Darbietungen. Schüler der Willicher Robert-Schuman-Europaschule verlasen die Namen der Opfer und bewahrten so ihr Andenken.
Erster Bürgermeisterstellvertreter Guido Görtz richtete sich in seiner Rede an die Anwesenden und verurteilte Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung. Gleichzeitig warnte er vor Versuchen, die Gräueltaten der Novemberpogrome zu verharmlosen. In seiner Ansprache betonte er, wie wichtig es sei, das historische Gedächtnis wachzuhalten und gleichzeitig Toleranz, Menschlichkeit und Demokratie zu fördern.
Franciska Lennartz, Dr. Leah Floh und Bernd-Dieter Röhrscheid teilten ihre Gedanken und unterstrichen jeweils die Bedeutung des Erinnerns sowie den anhaltenden Kampf gegen Vorurteile. Görtz dankte später allen, die zur Organisation der Veranstaltung beigetragen hatten.
Die Gedenkfeier erinnerte an die Gewalt, die in der Nacht vom 9. November 1938 eskalierte. Indem die Opfer gewürdigt und Hass abgelehnt wurden, bekräftigte die Veranstaltung das Bekenntnis zu demokratischen Werten. Veranstalter und Teilnehmer riefen gleichermaßen dazu auf, wachsam gegen jede Form von Diskriminierung zu bleiben.






