30 December 2025, 10:28

Wolf reißt sechs Schafe in Neunkirchen – Debatte um Raubtier-Management eskaliert

Schafe in wei√üer Farbe in der N√§he eines hölzernen Zauns mit unscharfen Pflanzen im Hintergrund.

Wolf reißt sechs Schafe in Neunkirchen – Debatte um Raubtier-Management eskaliert

Wolf tötet sechs Schafe in Neunkirchen-Wiederstein – Debatte über Umgang mit Raubtieren flammt auf

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Über die Weihnachtsfeiertage hat ein Wolf in Neunkirchen-Wiederstein sechs Schafe gerissen und damit die Diskussion über den wachsenden Bestand dieser Beutegreifer neu entfacht. Der Angriff ereignete sich nur einen Tag nach einem ähnlichen Vorfall im nahegelegenen Liebenscheid, während in ganz Südwestfalen vermehrt Wolfssichtungen gemeldet werden.

Die von Hand aufgezogenen und von ihren Besitzern Katharina Knetsch und Christoph Schmidt sogar mit Namen bedachten Tiere wurden tot mit abgerissenen Gliedmaßen und verstreuten Wollbüscheln aufgefunden. Ein elektrischer Zaun, der die Herde schützen sollte, hielt den Angreifer nicht auf. Das Paar geht fest von einem Wolf als Verursacher aus.

Wildtierexperten bestätigten später, dass es sich um einen zweijährigen Rüden aus dem Rudel im Oberharz (Niedersachsen) handelte. Das als GW1084f bekannte Tier trägt ein GPS-Halsband und war erstmals am 17. Dezember 2025 im Kreis Siegen-Wittgenstein nachgewiesen worden. Jäger Alexander Jung vermutet, dass Wölfe sich zunehmend dauerhaft in besiedelten Gebieten niederlassen. Der Vorfall hat die Kontroverse um das Wolfsmanagement erneut angeheizt. Klaudia Witte vom Naturschutzbund NABU betont, dass Bejagung keine nachhaltige Lösung sei. Andere fordern hingegen gezielte Abschüsse, um weitere Nutztierverluste zu verhindern.

Mit den jüngsten Fällen steigt die Zahl der mutmaßlichen Wolfsangriffe in Südwestfalen innerhalb weniger Tage auf mehrere Vorfälle. Da Wölfe immer häufiger in der Nähe von Ortschaften und Höfen gesichtet werden, wächst der Druck auf Behörden und Naturschützer, wirksame Strategien zum Schutz von Wildtieren und Nutztieren zu entwickeln.