21 January 2026, 14:38

Wuppertaler Mieter frieren wegen Fernwärme-Streit seit Tagen im Büro

Ein Raum mit einer Fußbodenheizung in der Mitte, umgeben von Wänden und einem Fenster im Hintergrund, mit verschiedenen Gegenständen auf dem Boden, die wahrscheinlich mit dem Heizungssystem zusammenhängen.

Wuppertaler Mieter frieren wegen Fernwärme-Streit seit Tagen im Büro

Mieter im Wuppertaler ELBA Zukunftswerk verbringen seit fast einer Woche ohne Heizung – Folge eines langwierigen Streits zwischen dem Betreiber des Gebäudes und dem städtischen Versorger. Im Mittelpunkt des Konflikts steht ein ungelöster Vertrag über die Fernwärmeversorgung, der die Beschäftigten bis zu einer Einigung im Kalten lässt.

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Beteiligt sind die ELBA GmbH & Co. KG, Betreiberin des ELBA Zukunftswerks, und die WSW, Wuppertals kommunaler Energieversorger. Der Streit schwelt bereits seit Jahren, mit Auseinandersetzungen über ausstehende Rechnungen und die Preisgestaltung der Fernwärme. Kürzlich kündigte die WSW den Liefervertrag und unterbrach die Wärmeversorgung des Gebäudes durch eine physische Abschaltung.

Die Rechtsvertretung von ELBA hält die Abschaltung für unverhältnismäßig und einen Verstoß gegen die Rechte der Mieter. Sie argumentiert, dass die Maßnahme vor allem die im Gebäude arbeitenden Menschen unangemessen belastet. Die WSW hingegen bleibt bei ihrer Haltung und hat einen neuen Vertragsentwurf vorgelegt, der bisher nicht unterzeichnet wurde. Der Fall steht im weiteren Kontext einer Entscheidung des Landgerichts Wuppertal, das die Praxis der WSW, Fernwärmepreise an die Gaspreise zu koppeln, für rechtswidrig erklärte. Zwar betrifft dieses Urteil nicht direkt den aktuellen ELBA-Konflikt, es unterstreicht jedoch die grundsätzlichen Spannungen zwischen dem Versorger und seinen Kunden in Sachen Preispolitik.

Erst mit der Unterzeichnung eines neuen Vertrags wird die Heizung wieder in Betrieb genommen. Bis dahin müssen die Mieter die anhaltende Unannehmlichkeit ertragen, während die Verhandlungen weitergehen. Das Ergebnis dieses Streits könnte zudem prägend für die künftige Handhabung ähnlicher Konflikte um Fernwärmeversorgung sein.