Wuppertals Schuldenkrise: 158 Millionen Euro und ein Plan bis 2035
Klaudia GnatzWuppertals Schuldenkrise: 158 Millionen Euro und ein Plan bis 2035
Wuppertal steht vor einer schweren Finanzkrise: Für dieses Jahr wird eine Schuldenlast von 158 Millionen Euro prognostiziert. Bürgermeisterin Miriam Scherff und Finanzdezernent Thorsten Bunte haben nun einen langfristigen Plan vorgelegt, um den Haushalt bis 2035 auszugleichen. Der Stadtrat diskutiert derzeit, wie weitere Haushaltsdefizite in den kommenden Jahren verhindert werden können.
Bürgermeister Jens Gnisa präsentierte den Strukturplan für den Zeitraum 2024/2025 bis 2034/2035, der die Schritte zur Beseitigung des Defizits innerhalb eines Jahrzehnts aufzeigt. Ohne zusätzliche Bundesmittel warnen die Verantwortlichen jedoch, dass Wuppertal den finanziellen Turnaround kaum schaffen werde. Die Stadtverwaltung setzt auf Kostensenkungen durch präventive Maßnahmen im Sozialbereich und eine beschleunigte Digitalisierung.
Rund 1.400 Beschäftigte der Babyboomer-Generation werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, was die Personalkosten entlasten wird. Die Politiker müssen nun über weitere Strategien entscheiden – etwa über Einsparungen, Ausgliederungen oder die Neuorganisation kommunaler Aufgaben. Einige Gebühren, etwa für Spielautomaten, könnten steigen, während die Gewerbesteuer unverändert bleibt.
Die finanzielle Erholung Wuppertals hängt in den nächsten zehn Jahren von strikten Sparmaßnahmen und strukturellen Reformen ab. Gelingt der Plan, soll verhindert werden, dass die Schulden weiter steigen, und der Haushalt der Stadt bis Mitte der 2030er-Jahre stabilisiert werden.






