Wüst in der Kritik: War das Influencer-Treffen nur inszenierte PR?
Klaudia GnatzSPD kritisiert inszeniertes Wüst-Fotoshooting auf Instagram - Wüst in der Kritik: War das Influencer-Treffen nur inszenierte PR?
Ein kürzlich auf Instagram veröffentlichtes Fotoshooting mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat für Kritik gesorgt, nachdem bekannt wurde, dass die Aufnahmen inszeniert waren. Das von einem Influencer geteilte Video, der sich als Straßenfotograf ausgab, wirkte wie eine zufällige Begegnung mit dem Politiker. Kritiker werfen Wüst seitdem vor, die Szene aus politischem Kalkül heraus in Szene gesetzt zu haben.
Das von dem Influencer "Fabiano" hochgeladene Video zeigte scheinbar eine spontane Begegnung mit Wüst auf offener Straße. Fabiano verteidigte den Ministerpräsidenten später und bezeichnete ihn als "authentisch, spontan und zugänglich". Regierungsquellen bestätigten jedoch, dass das Treffen im Voraus abgestimmt worden war.
Frederik Cordes, Generalsekretär der SPD in Nordrhein-Westfalen, verurteilte die Aktion als "inszenierte PR-Show". Er argumentierte, die sorgfältig geplante Interaktion diene einzig dem Zweck, Wüsts öffentliches Image aufzupolieren. Die SPD warf dem Ministerpräsidenten vor, die Situation für politische Zwecke auszunutzen – obwohl keine Geldzahlungen geflossen seien.
Ein Sprecher der Staatskanzlei präzisierte, dass zwar das Treffen vorbereitet worden sei, das Gespräch selbst aber spontan verlaufen sei. Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass Wüst während seiner Amtszeit auf ähnliche inszenierte oder spontane Social-Media-Auftritte reagiert hätte.
Die Kontroverse wirft Fragen zur politischen Transparenz und zur Inszenierung von Medienmomenten auf. Das Video, obwohl geplant, fing dennoch einen unskripteten Austausch zwischen Wüst und dem Influencer ein. Kritiker hinterfragen weiterhin die Ethik solcher sorgfältig gesteuerter öffentlicher Auftritte.






