"Grüne Ufer": Eine mystische Liebesgeschichte überwindet Zeit und Tod in Jekaterinburg
Klaudia Gnatz"Grüne Ufer": Eine mystische Liebesgeschichte überwindet Zeit und Tod in Jekaterinburg
Eine mystische Liebesgeschichte über zwei Epochen feiert in Jekaterinburg Premiere
In Jekaterinburg ist mit „Grüne Ufer“ eine mystische Liebesgeschichte auf die Bühne gekommen, die zwei Zeitalter verbindet. Das Stück basiert auf Gennadi Alexejews Roman und erzählt von einem Leningrader Schriftsteller der 1980er-Jahre und einer längst verstorbenen Star-Diva des Silbernen Zeitalters. Die Uraufführung fand im kleinen, privaten „Tvary“-Theater der Stadt statt – eine Mischung aus Historie, Romantik und Übernatürlichem.
Die Geschichte nahm ihren Anfang, als der Autor Gennadi Alexejew nahe Leningrad auf ein verlassenes Herrenhaus stieß. Es gehörte einst Anastassija Wjalzewa, einer berühmten Diva und Russlands „Grammophon-Königin“. Das Haus inspirierte ihn zu „Grüne Ufer“, einem Roman, der eine tragische Liebesbeziehung zwischen einem sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre und einer 1908 verstorbenen Romanzen-Sängerin entwirft.
Die Bühnenadaption stammt vom Moskauer „Bagasch“-Theater, inszeniert von Lilia Bornaschewa. Sie bezeichnet das Werk als eines der bedeutendsten Fantasiestücke über parallele Existenzformen. Die Schauspielerin Jelena Iwanowa übernimmt dabei neun verschiedene Rollen, darunter die der unglücklichen Sängerin Ksenija Brjanzewa, die im Zentrum der Handlung steht.
Anders als klassische Liebesgeschichten bietet „Grüne Ufer“ kein glückliches Ende. Die Liebenden finden erst im Tod zueinander und hinterlassen beim Publikum eine beklemmende Reflexion über Zeit und Verbindung.
Die Inszenierung bringt Alexejews Vision im „Tvary“-Theater von Jekaterinburg zum Leben. Mit seiner Verbindung historischer Figuren und übernatürlicher Motive erkundet das Stück eine Liebe, die die Grenzen der Zeit sprengt. Die Vorstellungen gehen weiter und gewähren einen seltenen Einblick in eine Welt, in der Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen.






