15.000 Straftäter in forensischer Psychiatrie: Therapie zwischen Hoffnung und Risiko
15.000 Straftäter in forensischer Psychiatrie: Therapie zwischen Hoffnung und Risiko
Forensische Psychiater in Deutschland: 15.000 Patienten zwischen Therapie und Sicherheit
In deutschen forensischen Psychiatrien sind derzeit rund 15.000 Menschen untergebracht, die wegen einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung schwere Straftaten begangen haben. Diese Einrichtungen sollen Straftäter behandeln und gleichzeitig den Schutz der Bevölkerung gewährleisten. Über die Dauer der Unterbringung und Therapie entscheidet jeweils ein Gericht.
Alleiner in Nordrhein-Westfalen befanden sich im Januar 2025 insgesamt 3.628 Personen in solchen Kliniken. Das System steht vor Herausforderungen – darunter Überbelegung und vereinzelte Sicherheitsvorfälle.
Forensische Psychiatrien nehmen Täter auf, die aufgrund schwerer psychischer Erkrankungen als zu gefährlich für den normalen Strafvollzug gelten. Die Behandlung umfasst in der Regel Medikamente, Therapien und strukturierte Resozialisierungsprogramme. Die Sicherheit ist hoch: Zäune, Schleusensysteme und Überwachungstechnik gehören zum Standard.
Patienten können schrittweise Lockerungen erhalten, etwa begleitete Ausgänge oder unbeaufsichtigten Urlaub, sofern sie Fortschritte machen. Dennoch kommt es immer wieder zu Vorfällen. Im Juni 2024 entkam ein Untergebrachter aus einer LVR-Klinik in Köln, wurde aber Tage später in Velbert wieder gefasst. Im September 2024 kehrte ein verurteilter Sexualstraftäter nach einem genehmigten Ausgang nicht in eine Einrichtung in Münster zurück.
Nordrhein-Westfalen betreibt 17 forensisch-psychiatrische Abteilungen; in Lünen entsteht derzeit eine neue Klinik. Bundesweit sind über 13.000 Menschen in Einrichtungen des Maßregelvollzugs in 78 Kliniken untergebracht. Neun Bundesländer melden Überbelegung, wobei unklar bleibt, welche Regionen am stärksten betroffen sind.
Das forensisch-psychiatrische System steht vor der Aufgabe, Therapie und öffentlichen Schutz in Einklang zu bringen. Überbelegung und Fluchtfälle zeigen die anhaltenden Belastungen. Während Gerichte über die Unterbringungsdauer entscheiden und neue Einrichtungen geplant werden, passt sich das System weiterhin den Anforderungen an.
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