Durchbruch gegen Kartoffelkrebs: Forscher erkennen Krankheit am Geruch der Pflanzen
Durchbruch gegen Kartoffelkrebs: Forscher erkennen Krankheit am Geruch der Pflanzen
Forscher in Deutschland haben Fortschritte bei der Früherkennung der Kartoffelkrebs-Krankheit gemacht, bevor sie sich ausbreitet. Ein neues Verfahren, das von Wissenschaftlern der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg entwickelt wurde, erkennt befallene Pflanzen durch die Analyse ihres Geruchs. Erste Versuche deuten darauf hin, dass es Landwirten helfen könnte, kostspielige Ausbrüche zu vermeiden – eine breitere Anwendung wird jedoch noch geprüft.
Kartoffelkrebs wird durch den Pilz Synchytrium endobioticum verursacht, dessen Sporen mehr als 40 Jahre im Boden überdauern können. Diese Sporen widerstehen extremen Temperaturen und chemischen Behandlungen, was strenge Quarantäneregeln für kontaminierte Flächen erfordert. Wird die Krankheit nachgewiesen, kann der Anbau von Kartoffeln auf betroffenen Feldern für Jahrzehnte verboten werden – mit schweren finanziellen Verlusten für die Bauern.
Im Rahmen des Forschungsprojekts "SYNergie" entdeckten die Wissenschaftler, dass infizierte Kartoffeln eine charakteristische Kombination aus sieben flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) abgeben. Im Gegensatz zu gesunden Pflanzen bietet dieser veränderte Geruch ein messbares Signal für eine frühe Diagnose. Tests in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen – zwei zentralen Kartoffelanbaugebieten – zeigten vielversprechende Ergebnisse sowohl im Labor als auch unter realen Bedingungen im kleinen Maßstab.
Die Forscher arbeiten nun daran, die Methode zu einem tragbaren Schnelltest für den Einsatz vor Ort weiterzuentwickeln. Gelingt dies, könnten Landwirte ihre Bestände schnell überprüfen und die Ausbreitung der Krankheit verhindern. Weitere Versuche sollen die Zuverlässigkeit unter praktischen Bedingungen in der Landwirtschaft bestätigen.
Über den Kartoffelanbau hinaus könnte die VOC-Analyse langfristig auch bei der Erkennung anderer bakterieller und pilzlicher Bedrohungen in Kulturen wie Mais oder Bohnen helfen. Diese erweiterte Anwendung würde ihren Nutzen für die Landwirtschaft weiter steigern.
Das neue Nachweisverfahren könnte einen Durchbruch im Umgang mit Kartoffelkrebs bedeuten – einem hartnäckigen und zerstörerischen Problem. Zwar befindet es sich noch in der Testphase, doch die bisherigen Erfolge wecken Hoffnungen auf schnellere und präzisere Diagnosen direkt auf dem Feld. Bei einer Einführung könnte es wirtschaftliche Verluste verringern und Quarantäneauflagen für betroffene Landwirte lockern.
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