Gericht stoppt vorläufige Einstufung der AfD als rechtsextremistisch
Extremist? Was das Bundesamt für Verfassungsschutz darf - Gericht stoppt vorläufige Einstufung der AfD als rechtsextremistisch
Ein deutsches Gericht hat dem Inlandsgeheimdienst vorläufig untersagt, die Alternative für Deutschland (AfD) als 'gesichert rechtsextremistische Bestrebung' einzustufen. Das Verwaltungsgericht Köln erließ am 26. Februar 2026 eine einstweilige Verfügung, die die Einordnung bis zu einer umfassenden rechtlichen Prüfung aussetzt. Die Entscheidung folgt auf einen Streit über die Überwachungsbefugnisse der Behörde und den politischen Status der Partei.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hatte die AfD im Mai 2025 erstmals als gesichert rechtsextremistisch eingestuft – also als bestätigte rechtsextreme Gruppe. Diese Klassifizierung hätte es der Behörde ermöglicht, ihr vollständiges Instrumentarium zur Informationsbeschaffung einzusetzen, darunter Überwachung und Datensammlung. Ein solches Label kann für die Partei zudem weitreichende gesellschaftliche und politische Folgen haben.
Das BfV handelt nach dem Bundesverfassungsschutzgesetz, das es mit der Aufgabe betraut, zu verhindern, dass extremistische Bewegungen demokratische Systeme ausnutzen. Als Frühwarnsystem angelegt, verfügt die Behörde über keine polizeilichen Befugnisse, beobachtet aber Bedrohungen für die verfassungsmäßige Ordnung Deutschlands. Zu ihren Aufgaben gehören die Auswertung von Informationen, die Abgabe von Warnungen und die Abwehr von Spionage.
Die AfD focht die Einstufung an, was zur vorläufigen Aussetzung durch das Gericht führte. Am 26. Februar 2026 entschied das Kölner Gericht, dass die Bezeichnung bis zum Abschluss des Hauptverfahrens nicht angewendet werden darf. Bisher hat kein deutsches Bundesland die AfD auf der höchsten Extremismusstufe eingestuft, wenngleich Niedersachsen sie am 17. Februar 2026 als 'wesentliches Beobachtungsobjekt' im Bereich des Rechtsextremismus einordnete.
Das BfV nutzt ein gestuftes System zur Beobachtung, das von vorläufigen Prüfungen bis zu bestätigten Extremismusfällen reicht. Die nun vorläufig gestoppte Einstufung hätte die AfD in die schwerwiegendste Kategorie eingeordnet und eine verschärfte Überwachung nach sich gezogen.
Die gerichtliche einstweilige Verfügung bedeutet, dass das BfV die AfD vorerst nicht als bestätigte extremistische Gruppe behandeln darf. Das Urteil klärt nicht den übergeordneten Rechtsstreit, verhindert aber, dass die Behörde die Bezeichnung bis auf Weiteres anwendet. Der Ausgang des Hauptverfahrens wird entscheiden, ob die Einstufung Bestand hat oder endgültig zurückgenommen wird.
Schwerer E-Scooter-Unfall in Duisburg: Polizei sucht flüchtigen Fahrer nach Zusammenstoß mit Seniorin
Ein flüchtiger E-Scooter-Fahrer hinterlässt eine verletzte Seniorin. Wer hat den Mann in dunkler Kleidung gesehen? Die Ermittler hoffen auf Hinweise.
"Universum Bibliothek" lockt im Oktober mit Lesungen, Gaming und KI-Workshops nach Chemnitz
Bestsellerautoren, Gaming-Tage und KI zum Anfassen: Zwei Wochen lang wird die Bibliothek zum kreativen Hotspot. Wer jetzt einsteigt, spart sogar Geld.
Flaschenwurf auf Fünfjährige in Arminia Bielefeld: Polizei ermittelt wegen versuchter Körperverletzung
Ein harmloser Radausflug endet fast in einer Katastrophe. Warum die Gewalt gegen Kinder in Bielefeld immer häufiger wird – und was die Polizei jetzt tut.
Solingens Notfallseelsorge kämpft um finanzielle Stabilität trotz wachsender Nachfrage
Ehrenamtliche Seelsorger leisten Unschätzbares, doch die Zahlen sprechen Klartext: 71.000 Euro Ausgaben, nur 53.000 Euro Einnahmen. Wie kann Solingens "Erste Hilfe für die Seele" überleben?
Cem Özdemirs jahrelanger Kampf für Demokratie wird in Stuttgart gewürdigt
Von der Stadt der Klingen zum politischen Vorbild: Özdemirs Weg zeigt, wie Engagement Gesellschaft verändert. Doch warum ist sein Wirken gerade heute so wichtig?
Hamburgs Kulturschätze am Reformationstag komplett kostenlos entdecken
Ein Tag voller Überraschungen: Ob im Computermuseum oder auf alten Seglern – Hamburgs Kultur wird am 31. Oktober für alle zum Erlebnis. Ohne Eintritt, aber mit jeder Menge Geschichten.
BENI am Niederrhein: Soforthilfe für Menschen in rechtlicher Betreuung
Wenn Bürokratie zu langsam ist, springt BENI ein. Wie die neue Initiative am Niederrhein Leben stabilisiert – und warum sie auf Solidarität angewiesen ist.
Krefelder Schüler entdecken unerwartete Berufsfelder im Krankenhausalltag
Von der OP-Vorbereitung bis zur digitalen Lagerverwaltung: Ein Tag im Krankenhaus öffnete Jugendlichen die Augen für Jobs, die sie nie auf dem Schirm hatten. Warum solche Einblicke Berufswünsche verändern können.
Die taz beendet ihre Wochenausgabe – und setzt auf digitale Zukunft
Eine Ära geht zu Ende: Die letzte gedruckte Wochenausgabe der taz ist Geschichte. Doch was bedeutet das für die Zukunft des Journalismus? Ein Blick auf Abschied, Digitalisierung und eine letzte Print-Überraschung.
"Essen Winter Traum" endet mit Feuerwerk und Eiskunst am 10. März 2026
Ein letzter Winterzauber in Essen: Kostenloses Schlittschuhlaufen, junge Eiskunstläufer und ein atemberaubendes Finale. Wann genau geht das Eis?
Stuttgart feiert Quest: Art in the Game – wo Kunst auf digitale Spiele trifft
Ein Festival, das Spiele als Kunst feiert – mit exklusiven Einblicken in Cinnamon Sky und Debatten über ein Kulturgütesiegel. Wer die Zukunft der Crazy Games-Szene mitgestalten will, ist hier richtig.
Neue Doku enthüllt: Wie Trumps Geschäfte seine Politik prägten
Verwischte Grenzen zwischen Amt und Imperium: Eine brisante Dokumentation deckt auf, wie Donald Trump Politik und Privatwirtschaft verknüpfte. Mit exklusiven Stimmen von Insidern und Kritikern.
Fortuna Düsseldorf vor dem Befreiungsschlag – oder dem Abgrund?
Die Stimmung kocht, der Druck ist enorm: Kann die Fortuna vor Rekordkulisse endlich die Trendwende einleiten? Ein Spiel, das über die Saison entscheidet.
Graffiti-Ermittlungen in Menden: Justizstreit um unrechtmäßige Durchsuchungen und Beweispannen
Zwei junge Leute klagen gegen Polizeidurchsuchungen – und gewinnen. Doch während die Justiz Versäumnisse bei den Ermittlungen anprangert, harren Sprühdosen und Laptops weiterhin in Asservatenkammern aus. Was läuft schief im System?
Brüder schmuggeln 11.000 Zigaretten über Flughafen Dortmund – Zoll schlägt zu
Getrennt angereist, gemeinsam erwischt: Die Brüder versteckten bulgarische Zigaretten sogar in ihrer Kleidung. Doch der Zoll durchschaute ihren Plan – mit teuren Folgen.