Zoll findet verbotene Waffenoptik in rumänischem Transporter auf der A44

Aneta Wilmsen
Aneta Wilmsen
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Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung von Männern in einem Feld, einige halten Gewehre und andere liegen am Boden, mit Text oben und unten, der "Dunkle Artillerie oder Wie man die Kontrabande nutzt" lautet.Aneta Wilmsen

Zoll findet verbotene Waffenoptik in rumänischem Transporter auf der A44

Zollbeamte haben auf der Autobahn A44 bei einer Routinekontrolle ein Wärmebildzielgerät für Gewehre in einem in Rumänien zugelassenen Transporter beschlagnahmt. Das Gerät, das nach deutschem Recht als Waffe eingestuft wird, befand sich in einem Fahrzeug, das vom Vereinigten Königreich nach Rumänien unterwegs war. Gegen zwei Männer laufen nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Verstöße gegen das Waffengesetz.

Der Vorfall ereignete sich, als Beamte in der Nähe von Arnsberg einen Anhänger mit einem rumänisch zugelassenen Fahrzeug anhielten. Im Inneren entdeckten sie ein Wärmebildzielgerät mit integrierter Montageschiene, das sich für die Befestigung an einer Schusswaffe eignet. Nach dem deutschen Waffengesetz (WaffG) sind solche Geräte ohne entsprechende Genehmigung verboten.

Der 45-jährige Fahrer gab an, für eine rumänische Transportfirma zu arbeiten. Seine Aufgabe sei es gewesen, Pakete und einen gebrauchten BMW X6 – mit einem Zollwert von 4.000 Euro – vom Vereinigten Königreich nach Rumänien zu bringen. Das Auto, das auf einem Anhänger transportiert wurde, wies einen defekten Turbolader auf.

Weder der Fahrer noch der Beifahrer konnten Zollerklärungen, Importepapiere oder Nachweise über die Entrichtung von Einfuhrabgaben für die Waren oder das Fahrzeug vorlegen. Die Behörden bestätigten später, dass das Wärmebildgerät als Waffe einzustufen ist, woraufhin es beschlagnahmt wurde. Die Männer durften ihre Reise erst fortsetzen, nachdem sie 3.250 Euro an ausstehenden Einfuhrabgaben sowie eine gerichtlich angeordnete Kaution in Höhe von 4.000 Euro gezahlt hatten.

Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat den Zoll nun mit weiteren Ermittlungen beauftragt. Wärmebildzielgeräte für Waffen sind in der EU aufgrund sinkender Preise und technologischen Fortschritts leichter erhältlich. Dennoch unterliegt ihr Verkauf strengen nationalen Waffengesetzen, wobei die Regelungen zwischen den Mitgliedstaaten variieren. Einige Länder haben die Vorschriften für zivile Jagdoptik gelockert, halten aber für militärisches Equipment strengere Grenzen aufrecht.

Den beiden Männern drohen nun mögliche Anklagen wegen Steuerhinterziehung und Verstößen gegen das Waffengesetz. Die deutschen Behörden setzen weiterhin auf strenge Kontrollen verbotener Einfuhren. Der Fall zeigt die anhaltenden Herausforderungen bei der Regulierung hochmoderner optischer Geräte an den EU-Grenzen auf.

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