UKM Münster tritt Präventionsnetzwerk gegen Gewalt im Klinikalltag bei

Klaudia Gnatz
Klaudia Gnatz
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Eine Gruppe uniformierter Personen vor einem Gebäude mit einem Plakat, auf dem "Navy Medicine Readiness & Training Command Bremerton: Sexual Assault Prevention & Response - Respect, Protect, Empower" steht.Klaudia Gnatz

UKM Münster tritt Präventionsnetzwerk gegen Gewalt im Klinikalltag bei

Das Universitätsklinikum Münster (UKM) ist offiziell dem Präventionsnetzwerk Sicher am Arbeitsplatz des Landes Nordrhein-Westfalen beigetreten. Der Schritt erfolgte als Reaktion auf die zunehmenden Vorfälle von Aggressionen durch Patienten und Besucher in den Notaufnahmen der Kliniken. Die Leitung des UKM unterzeichnete die Vereinbarung im Januar 2026 – ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Arbeitssicherheit für Mitarbeiter und Patienten gleichermaßen.

Die Unterzeichnungszeremonie fand im UKM statt und wurde von Münsters Polizeipäsidentin Alexandra Dorndorf sowie führenden Vertretern des Klinikums besucht. Darunter waren der Ärztliche Direktor Prof. Alex W. Friedrich, der Verwaltungsdirektor Dr. Christoph Hoppenheit, der Leiter der Unternehmenssicherheit Sascha Czech und Pia Austrup von der Taskforce #SicherAmArbeitsplatz. Das Netzwerk, das von einer Arbeitsgruppe im Polizeipäsidium Münster koordiniert wird, konzentriert sich auf den Austausch von Wissen und praktischen Lösungen, um Gewalt in öffentlichen Dienstleistungsberufen zu verringern.

Die Mitgliedschaft des UKM baut auf den bereits bestehenden Sicherheitsmaßnahmen der Klinik auf, zu denen eine eigene Abteilung für Unternehmenssicherheit gehört. Dieses Team ist zuständig für die Sicherheit auf dem Campus, den Schutz vor Cyberangriffen, die Absicherung medizinischer Geräte sowie Schulungen für Mitarbeiter zur Risikosensibilisierung. Zudem fördert das hauseigene Projekt SAFER gewaltfreie Kommunikation in hochsensiblen Bereichen wie Operationssälen und Intensivstationen.

Dr. Hoppenheit betonte die Bedeutung einer sicheren Arbeitsumgebung – sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Patientenversorgung. Der Beitritt zum Netzwerk werde eine Kultur des Respekts stärken und es dem UKM gleichzeitig ermöglichen, eigenes Fachwissen in die gemeinsame Initiative einzubringen. Sicher am Arbeitsplatz stellt branchenspezifische Präventionsleitfäden bereit, die Institutionen dabei unterstützen, Gewalt gezielter zu begegnen.

Die Teilnahme des UKM am Netzwerk unterstreicht den wachsenden Bedarf, Aggressionen im Gesundheitswesen entschlossener zu bekämpfen. Das Klinikum wird künftig mit anderen öffentlichen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen zusammenarbeiten, um bewährte Verfahren zu entwickeln und auszutauschen. Ziel ist es, sicherere Arbeitsbedingungen für das Personal zu schaffen und eine unterbrechungsfreie, hochwertige Versorgung der Patienten zu gewährleisten.

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