Solinger Behindertenrechtsgruppen fordern mehr Inklusion und politische Mitsprache
Solinger Behindertenrechtsgruppen fordern mehr Inklusion und politische Mitsprache
Solingen Behindertenrechtsgruppen bekräftigen Führung und fordern stärkere Inklusionspolitik in Solingen
Am vergangenen Wochenende versammelten sich führende Vertreter der Solinger Behindertenrechtsbewegung, um aktuelle Herausforderungen zu erörtern – von Kürzungen bei der Finanzierung bis hin zu gesellschaftlichem Widerstand. Ihre Botschaft war eindeutig: Inklusion muss aktiv vorangetrieben, nicht nur verwaltet werden.
Dorothee Daun bleibt weiterhin Vorsitzende sowohl von Autismus Rhein-Wupper als auch des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Solingen. Ihre Wiederwahl krönt Jahrzehnte des Engagements, darunter 30 Jahre im Solinger Stadtrat. Nun konzentriert sie sich auf die regionale Politik und kritisiert systemische Versäumnisse wie die Unterfinanzierung im Bildungsbereich und unklare Zuständigkeiten in der Behindertenhilfe.
Als ihre Stellvertreter wurden Oliver Backhaus und Yesim Özem gewählt. Backhaus, Medienwirtschaftler und seit 1985 Rollstuhlfahrer, leitet den Verein Barrierefreies Solingen. Özem, die in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeitet und ehrenamtlich im Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt mitwirkt, vertritt zudem die SPD. Beide betonten die Notwendigkeit direkter Mitsprache bei politischen Entscheidungen.
Als Gastredner warnte Josef Neumann von der Lebenshilfe NRW vor den Folgen der Kürzungen bei Integrationshelfern. Daun unterstützte diese Bedenken und verwies auf Finanzierungslücken, während Backhaus mögliche Kürzungen bei Leistungen für Menschen mit Behinderung ablehnte. Özem forderte mehr Sichtbarkeit und schlug ein inklusives Karnevalsprojekt vor, um Inklusion fest in der Solinger Kultur zu verankern.
Die Debatte fand vor dem Hintergrund größerer Spannungen statt: Seit 2016 hat Solingen die inklusive Bildung ausgebaut – die Integrationsquote an Schulen stieg von 25 auf voraussichtlich 45 Prozent bis 2025. Dennoch bleibt die Berufsausbildung oft separiert, und die Abbrecherquote bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist seit 2023 um 15 Prozent gestiegen. Zudem hat der Messerangriff in Solingen 2024 anti-inklusive Stimmungen verstärkt und die politische Arbeit erschwert.
In ihrem Abschlussstatement rief SelbstAktiv Politiker und Bürger auf, sich aktiv einzubringen. Die Gruppe warnte, dass Inklusion nicht unter bloßer Verwaltung gedeihen könne.
Die Wochenendveranstaltungen unterstrichen zwar Solingens Engagement für Inklusion, offenbarten aber auch anhaltende Hindernisse: Finanzknappheit, bürokratische Hürden und gesellschaftliche Vorbehalte bremsen den Fortschritt. Nun steht die Führung vor der Aufgabe, Forderungen in konkrete Veränderungen umzusetzen.
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