Adnoc übernimmt Covestro: Chemieriese wechselt in arabische Hand
Arabischer Staatskonzern übernimmt Chemiefirma Covestro - Adnoc übernimmt Covestro: Chemieriese wechselt in arabische Hand
Covestro vor Übernahme durch Abu Dhabis Staatsölkonzern Adnoc
Der deutsche Chemiekonzern Covestro steht vor der Übernahme durch eine Tochtergesellschaft des staatlichen Ölunternehmens Adnoc aus Abu Dhabi. Die Transaktion folgt auf monatelange regulatorische Prüfungen und erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft. Aktionäre und Behörden haben nun die letzten Hürden für die Übernahme ausgeräumt.
Der Deal markiert einen tiefgreifenden Wandel für Covestro, das in den vergangenen Jahren mit schwacher Nachfrage, hohen Energiekosten und Handelskonflikten zu kämpfen hatte. Der Vorstandsvorsitzende begrüßte die neue Eigentümerstruktur als Chance, Innovation und digitales Wachstum voranzutreiben.
Covestro zählt seit langem zu den führenden Anbietern von Hochtechnologie-Polymerwerkstoffen und beliefert Branchen wie Kühlschrankisolierungen oder Autositze mit Chemikalien. Seit der Abspaltung von Bayer im Jahr 2015 hat das Unternehmen zwar eine starke Marktposition gehalten, doch Umsatzstagnation und eine bescheidene Aktienperformance belasteten die Bilanz. Aktuell notiert die Aktie bei 60,66 Euro – mit nur minimalen Gewinnen im Vergleich zu Wettbewerbern wie Wacker Chemie.
Die finanziellen Probleme spitzten sich 2023 zu: Der Umsatz brach um 12 Prozent ein, im dritten Quartal verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust. Branchenweite Belastungen wie steigende Energiekosten, geopolitische Spannungen und schwache Nachfrage drückten auf die Ergebnisse. Trotz einer globalen Belegschaft von 17.500 Mitarbeitern – davon 7.000 in Deutschland – blieb das Wachstum schwach.
Die Investmenttochter XRG von Adnoc treibt die Übernahme voran, die Teil einer größeren Expansionsstrategie im Chemiesektor ist. Das Unternehmen strebt an, sich unter den drei größten globalen Investoren der Branche zu positionieren. Nach den notwendigen Freigaben durch das Bundeswirtschaftsministerium und die Europäische Kommission sind die letzten Hindernisse nun beseitigt. Der rechtliche Abschluss des Deals wird in den kommenden Tagen erwartet.
Covestro-Chef Markus Steilemann unterstützt die Übernahme und betont, sie werde die digitale Transformation und Innovationskraft des Unternehmens beschleunigen. Die neuen Eigentümer könnten frisches Kapital in ein Unternehmen bringen, das in einem schwierigen Marktumfeld operiert.
Mit der Übernahme wechselt Covestro nach Jahren finanzieller Anspannung in arabischen Besitz. Nach den erteilten regulatorischen Genehmigungen steht der Deal kurz vor dem Abschluss. Die Zukunft des Unternehmens hängt nun davon ab, wie die neuen Investoren die anhaltenden Herausforderungen in einer wettbewerbsintensiven und zyklischen Branche angehen.
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