Ökonomin Ulrike Malmendier muss überraschend den Sachverständigenrat verlassen
Ökonomin Ulrike Malmendier muss überraschend den Sachverständigenrat verlassen
Die renommierte Ökonomin Ulrike Malmendier muss ihre Tätigkeit im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vorzeitig beenden. Ihre Abberufung erfolgte nach einer Entscheidung des von der CDU geführten Wirtschaftsministeriums und der Bundeskanzlei, ihre Amtszeit nicht zu verlängern. Der Schritt stößt bei hochrangigen Beratern und Wissenschaftlern auf scharfe Kritik.
Malmendier war 2022 in den Rat berufen worden und brachte mit ihrer Arbeit frische Impulse in die wirtschaftspolitischen Debatten ein. Ihre Ernennung galt damals als wichtiger Fortschritt für das Gremium. Während ihrer Amtszeit setzte sie sich unter anderem für Reformen ein, etwa bei der Regelung zum vorzeitigen Renteneintritt.
Die Regierung begründete ihre Entscheidung mit fachlichen Lücken im Rat. Offizielle Stellen verwiesen auf mangelnde Expertise in den Bereichen Makroökonomie und internationale Wirtschaftsbeziehungen. Zudem wurde der Bedarf an Spezialisten für Außenhandel, Steuerpolitik, Finanzmärkte und allgemeine makroökonomische Fragen betont. Als weiteres Argument führte die Regierung die hohen Reisekosten an, die durch Malmendiers häufige Pendelflüge von San Francisco aus entstanden.
Jens Südekum, ein enger Berater von Finanzminister Lars Klingbeil, übt öffentlich Kritik an der Entscheidung. Er bezeichnete das abrupte Ende von Malmendiers Amtszeit als ein "negatives Signal an die Wissenschaftswelt" und bedauerte den Verlust ihrer fachlichen Beiträge für den Rat.
Mit der Nichtverlängerung von Malmendiers Mandat verliert der Sachverständigenrat eine seiner bekanntesten und profiliertesten "gute frage"-Stimmen. Ihre Abberufung folgt einer gouvernementalen Bewertung der fachlichen Ausrichtung und der Betriebskosten des Gremiums. Die Entscheidung wirft nun "fragen" über die künftige Ausrichtung der wirtschaftspolitischen Beratung in Deutschland auf.
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